19.02.2016 09:46

Matthias Reinders

Google AdWords: die „Nur-Anruf-Kampagne“

Google AdWords-Anzeigen können für Unternehmen ein wirkungsvolles Werbeinstrument sein. In einigen Branchen sind die Klickpreise für Keywords aber so hoch, dass sich eine Schaltung im Hinblick auf den Return on Investment oftmals kaum lohnt. Doch Google bietet mit der Nur-Anruf-Kampagne gerade für Dienstleistungen eine kostengünstigere Alternative, die sich nicht nur für wettbewerbsstarke Branchen lohnt.

Kostentreiber Klickpreise

Wenn die Konkurrenz bei Keywords sehr groß ist, hat man bei einer klassischen AdWords-Anzeige nur wenige Möglichkeiten, seine Kosten zu senken. Durch eine Optimierung der Anzeige kann zwar die Anzeigenqualität erhöht werden, was Google mit einem verbesserten Ranking und günstigeren Klickpreisen belohnt. In einigen Branchen wie Beratung, Rechtswesen und Finanzen, wo die Klickpreise teilweise sehr hoch sind, fällt dies aber kaum ins Gewicht.

Ein weiterer Kostentreiber bei klassischen AdWords ist die Tatsache, dass die Conversion erst auf der Landingpage erfolgt. Diese muss im Vorfeld erstellt und ebenso wie die Anzeige selbst permanent optimiert werden.

Kostengünstige Alternative: Nur-Anruf-Kampagne

Mit der Nur-Anruf-Kampagne (nicht gemeint ist die Anruferweiterung der klassischen Anzeige!) bietet Google eine günstige Alternative zur klassischen AdWords-Anzeige. Da die Konkurrenz bei Nur-Anruf-Kampagnen nicht so groß ist wie bei klassischen Google-Anzeigen ist, sind die Klickpreise deutlich günstiger. Eine Verlinkung auf die Homepage gibt es nicht. Damit entfällt auch die zeit- und kostenintensive Erstellung einer Landingpage.

Gerade in beratungsintensiven Branchen mit erklärungsbedürftigen Dienstleistungen ist es sicher einfacher, die Kunden in einem persönlichen Gespräch zu überzeugen, als über eine Landingpage.

Einschränkungen

Allerdings ist die reine Anrufkampagne nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll. Eine Anrufkampagne ist für erklärungsbedürftige Dienstleistungen sicherlich sinnvoller als für ein paar Turnschuhe, wo der Nutzer in erster Linie auf den Preis achtet.

Zu bedenken ist ebenfalls, dass die reine Anruf-Kampagne nur auf Geräten ausgespielt wird, die auch Anrufe tätigen können. Dies gilt nur für Smartphones sowie einige Tablets. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Anruf-Kampagne muss man sich daher die Frage stellen, wie mobil die Zielgruppe wirklich ist.